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29er-Auftakt in Cavalaire

In den Osterferien bin ich mit meinem Segelpartner Ben Heinrich, mit dem ich seit Anfang des Jahres zusammen segel, zum Eurocup der 29er nach Cavalaire an die Cote d‘Azur gefahren. Wir sind gleich nach Schulschluss am Donnerstag mit unserem Wohnmobil losgefahren und unsere Reiseroute führte uns durch Deutschland und die Schweiz bis nach Frankreich.

Pünktlich zum Abladen unserer Boote kamen wir am Samstag um 13 Uhr an, haben unsere Trainingsgruppe vom Landeskader Schleswig-Holstein getroffen und unsere Boote aufgebaut. Am Sonntag sind wir gleich mit dem Training gestartet und hatten oft Thermik Bedingungen bei warmen 20 Grad Celsius und Sonnenschein. Zum Ende der Trainingswoche konnten wir sogar mit einigen anderen Nationen bei 18 Knoten Wind trainieren. Das war eine tolle Vorbereitung auf den Eurocup. Insgesamt waren es fünf schöne Segeltage mit Kenterungen und Erfolgen, sodass wir uns nicht sicher waren, wie wir bei der Regatta abschneiden werden. So setzten wir uns das Ziel, in die erste Hälfte der teilnehmenden Boote  zu segeln.

Am Freitag, dem ersten Regattatag, war, wie auch die nächsten Tage, der erste Start erst einmal ein allgemeiner Rückruf. Die Wettfahrt verlief für uns ohne Probleme, doch bei der letzten Halse direkt vor dem Ziel hat Ben, mein Steuermann, sich dazu entschlossen, kurz aus dem Boot zu fallen. Der Grund dafür war im Nachhinein nicht mehr zu klären. Wir sind dann zwei Plätze zurückgefallen, haben aber trotzdem noch einen guten 16. Platz erreicht. Die nächsten beiden Wettfahrten haben wir als 8. und 15. Boot beendet und unsere Serie am nächsten Tag bei ähnlichen Bedingungen fortgesetzt.

Am Ende der Qualifikationsphase haben wir es auf Platz 18 und somit ins Gold Fleet geschafft. Damit waren wir unserem gesetzten Ziel einen großen Schritt näher gekommen. Unsere Hoffnung war groß, auch im Endergebnis ähnlich zu landen. Sehr gefreut haben wir uns, dass wir bis dahin auch das Beste der 30 deutschen teilnehmenden Boote waren. Zum Erholen haben wir die Abende auf dem Campingplatz verbracht, der nur 3 Minuten mit dem Fahrrad vom Hafen entfernt war. An den ganz besonders schönen Abenden hat Ben sich sehr über die Wellen am Strand gefreut, die er mit seinem Skimboard ganz wunderbar surfen konnte. Ich habe mich dann als Fotografin betätigt und ihm ein paar schöne Fotos für seinen Instagram-Account geschossen.

Am ersten Entscheidungstag haben wir uns leider bei stärkerem Wind in den vier Wettfahrten ein paar Punkte eingefangen. Am Ende des Tages war unsere Stimmung ein wenig gedrückt, denn wir hatten nur Platz 31 erreicht. Aber wir waren immer noch gut dabei und hatten trotzdem viel Spaß beim Wettkampf mit den anderen Seglern.

Montag war der letzte Regattatag und wir mussten erst einmal auf Wind warten. Wir sind dann noch einen 13. Platz gesegelt, sodass wir in der Gesamtwertung einen guten 25.Platz von 102 Booten erreicht haben. Und das ist, unserer Meinung nach, für die erste gemeinsame Regatta in einem internationalen Feld ein echt gutes Ergebnis. Wir haben uns sehr gefreut.

Zum Abschluss sind wir am Abend noch zum Strand gegangen, wo sich viele Segler treffen wollten. Es war ein sehr lustiger Abend, denn manche ältere Segler haben interessante Geschichten erzählt. Ob das daran lag, dass sie „leicht“ angetrunken waren? Mir hat es sehr gefallen, die Segler gegen die wir angetreten sind besser kennenzulernen.   

Am Mittwoch ging es dann wieder nach Hause ins kalte Norddeutschland. Wie freuen uns aber schon auf die nächsten Regatten wie die YES in Kiel und die EM in Quiberon, wo wir wahrscheinlich viele Segler wiedertreffen werden. Die Kieler Woche können wir dieses Jahr leider nicht gemeinsam segeln, da ich dann auf den Bermudas an einer Regatta im Rahmen des America’s Cup teilnehme.

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