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Jugendschiff MEU - knackiger Frühjahrstörn rund Fünen

08.06.2016 09:00 von Oliver Harnack

Die Crew des Frühjahrstörns setzt zum ersten Mal das nagelneue Großsegel des Jugendschiffes SY MEU (Comfortina 38).

 

Frühjahrstörn der Jugend auf der SY MEU - Rund Fyn - 18.-26.05.2016

Dienstag vor Törnbeginn trafen wir uns zum Einkaufen und zum Klarmachen der Meu. Die Elektronik musste angeschlossen, die Regattastation leer geräumt, die Winschen zusammengebaut und die Segel inklusive des nagelneuen Großsegels bei Haase abgeholt werden. Dabei erhielten wir leider keine Unterstützung der anderen Meu Nutzer bis auf die Hilfe am Ende von Oliver.
Mittwochmittag konnte es dann endlich, nachdem wir den Kampf gegen die Segellattenbeschläge des Großsegels gewinnen konnten, losgehen.
In den nächsten 9 Tagen wollten wir rund Fyn segeln und das erste Etappenziel sollte eigentlich Lemkenhafen/Fehmarn heißen, doch leider machte uns der Wind einen Strich durch die Rechnung und so erreichten wir unter Spinnaker und sehr schwachem Wind am Abend Großenbrode. Dieser Einstieg war jedoch für unsere Crew bestehend aus zwei erfahrenen Seglern und zwei Anfängern sehr gut.
Am nächsten Tag meinte es der Wind immer noch nicht wirklich gut mit uns, aber zumindest war es warm und die Sonne schien. Mit diesen Bedingungen ging es dann unter Motor durch die Fehmarnsundbrücke mit Kurs auf Bagenkop/Langeland. Später setzte dann etwas Thermik ein und wir könnten wieder den Spi setzen. Am nächsten morgen war dann das Wetter deutlich schlechter und kälter, aber dafür hatten wir Wind! Mit diesem ging es dann mit Am Wind- und Halbwindkurs südlich an Ærø vorbei in den Hafen von Søby/Ærø. Auf dieser Passage durften dann auch unsere beiden Landratten mit der Seekrankheit Bekanntschaft machen, jedoch blieb glücklicherweise ein weiterer Besuch von ihr aus.
Am Samstag ging es dann bei schönen 3 Bft von Søby nach Middelfart/Fyn mit schönen Aussichten auf das Festland von Dänemark und Fyn.
Am darauffolgenden Tag hatten wir traumhafte Segelbedingungen, aber leider nur einen kleinen Schlag vor uns - von Middelfart nach Bogense/Fyn. Wir hatten zu Beginn 5-6 Windstärken mit strahlendem Sonnenschein und sind damit durch die enge Passage zwischen Festland und Fyn gekreuzt. Auch hatten wir schöne Fallböen zwischendrin und da wir die größte Genua und das volle Groß stehen hatten, blieb ein Sonnenschuss bei uns und anderen Seglern neben uns nicht aus. Als die Wasserfläche wieder größer wurde, zogen wir das 2. Reff ein und lieferten uns ein spannendes Rennen mit einer Hallberg Rassy bis in den Hafen von Bogense, welches wir natürlich für uns entscheiden konnten. Auf dem Weg dorthin frischte der Wind immer weiter auf bis wir am Ende in den Spitzen bis zu 7 Bft. hatten.
Den Tag ließen wir entspannt am Strand ausklingen.
Am Montag klingelte der Wecker schon um 3:45, denn um 5:00 wollten wir auslaufen, um die 74 Meilen bis Spodsbjerg/Langeland zu schaffen. Pünktlich um 5:00 waren wir dann auch unterwegs und nachdem wir die Segel gesetzt hatten, konnten Finn und Justus sich wieder schlafen legen. David und ich übernahmen die erste Wache. Beim Schichtwechsel schlief der Wind fast komplett ein und es fing an zu schütten, also ging kein Weg am Motoren vorbei, wenn wir unser Ziel noch bei Tageslicht erreichen wollten.
Gegen Mittag kehrte der Wind zum Glück zurück und wir konnten wieder einmal den Spi setzen. Mit diesem fuhren wir dann auch unter der beeindruckenden Belt Brücke hindurch und erreichten kurz danach unsere maximale Törngeschwindigkeit von 9,5kn über Grund.
Nach 15 Stunden auf dem Wasser erreichten wir dann endlich Spodsbjerg und unser Ziel Fyn zu umrunden, war erreicht.
Am Dienstag ging es dann mit Halbwindspi und netten 3 Windstärken nach Lemkenhafen. Dabei hielt leider ein Relingfuß nicht der Belastung der Luvschot stand und brach.
Am nächsten Tag war schon die letzte Etappe des Törns gekommen und wir segelten ein weiteres Mal mit Spi, zurück nach Travemünde, wo wir den Törn mit einem leckeren Essen im Restaurant Marina ausklingen ließen.
Alles in allem war der knapp 300sm lange Törn ein voller Erfolg: Die Stimmung an Bord war super, das Wetter und der Wind haben überwiegend auch mitgespielt und David und Finn konnten dank der verschiedensten Bedingungen und Kurse viel erleben und lernen, sodass wir am Ende ein super eingespieltes Team waren. Wir können alle auf eine erlebnisreiche, segelreiche und wirklich lustige Woche zurückblicken.

Clara Weimer

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