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Stürmischer Herbsttörn des LYC 30.9. - 3.10. 2017

04.10.2017 10:07 von Editor

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Die Wettervorhersage kündigte mit dem Herbstanfang auch den nächsten Herbststurm an. Das ausgeprägte Hoch über Finnland, das uns die letzten Tage noch spätsommerliches Wetter mit warmen Ostwindwind bescherte, sollte einem kräftigen Sturmtief über Irland weichen. Deshalb musste die Planung unseres diesjährigen Herbsttörns auf einen langen Schlag über den Fehmarnbelt nach Marstal oder Nystedt verzichten. Der Sicherheit wegen entschieden wir uns für das kleine Dreieck in der Mecklenburger Bucht. 

Am Samstag, den 30.10.2017 machten sich vier Schiffe auf den Weg nach Kühlungsborn, Jona III (Jochen Dohse), Fortissimo (Lutz Kleinfeld), MEU (Jon Ströh), erfreulicherweise wieder dabei, und Spökenkieker (Knaxy Lassen). Ein warmer Südost-Wind Stärke 4-5 bescherte uns ein traumhaftes Segeln mit Sonne und Anlieger entlang der Mecklenburger Küste. Abends traf man sich zum traditionellen Bordabend auf Spökenkieker, je enger, desto gemütlicher!

Für den nächsten Tag waren noch leichte, auf Süd bis Südwest drehende Winde angesagt. So ging es wieder an der Küste zurück in den Alten Hafen von Wismar. Lutz Kleinfeld mit seiner Crew musste sich aus Termingründen wieder von uns verabschieden und ganz früh nach Travemünde zurücksegeln. Unterbrochen von totaler Flaute und zwischenzeitlichem Motoren wurde die aufkommende Abendbrise bis zum Dunkelwerden ausgenutzt. Knaxy wartete schon mit zünftigem Labskaus auf die Spätheimkehrer.

 Am Montag, den 2.10., wurden wir von einem wunderschönen Regenbogen über Wismar bei aufgehender Sonne überrascht. Dann setze der angekündigte Regen und heftiger Wind mit stürmischen Böen ein. Der Wind, anfangs aus Süd, sollte am Vormittag auf Südwest und später auf West drehen. Jona III und Spökenkieker liefen deshalb schon sehr früh aus, um die günstige Windrichtung nach Neustadt vor der Winddrehung zu nutzen.  Unter dem Schutz der Luvküste von Mecklenburg rauschten wir mit halbem Wind und z.T. sehr heftigen „Drückern“ um 7 Bft. mit kleiner Besegelung bei reichlich Regen und schlechter Sicht in die Neustädter Bucht. Am frühen Nachmittag empfing uns der geschützte Rundhafen des Neustädter Segelvereins mit Sonne und wir konnten den verkürzten Schlaf nachholen. Die MEU lief etwas später ein, da ein so frühes Aufstehen nach fröhlich durchzechter Nacht nicht möglich war. Abends traf man sich zum schon traditionellen gemeinsamen Essen beim bekannten Griechen in Neustadt, diesmal ganz gesittet ohne Bierdeckel zu werfen. Gemütlicher Ausklang dieses geselligen Abends mit Jung und Alt auf der Jona III.

Am Dienstag, dem Nationalfeiertag, hatte sich das Wetter vorrübergehend beruhig, Sonne und böiger West mit leichten Schauerböen bescherte uns einen bequemen Anlieger nach Travemünde. Ein harmonischer Herbsttörn in kleiner, aber feiner Runde ging zu Ende und entschädigte für einen eher durchwachsenen Segelsommer.

E. Lassen

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