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Rund Bornholm 2012

Nach 9 Jahren Abwesenheit hat die Meu wieder bei der Regatta „Hanseboot Rund Bornholm“ Regatta mitgesegelt. Am Sonntagnachmittag, den 08. Juli 2012, traf sich Meu Crew, bestehend aus Philipp R., Hauke B., Moritz W., Kevin R., Gerrit B. und Malte L., im alten Strom, der während der Warnemünder Woche traditionell den Dickschiffen als Liegeplatz zugewiesen ist. Aufgereiht wie an einer Perlenschnur lagen die Schiffe den alten Strom entlang im Päcken, was eine gemütliche Atmosphäre verströmte.

Am Sonntagabend kamen alle teilnehmenden Regattacrews zum „Crewevent“ in der „Hanseboot Event Area“ zusammen. Leider versprach der schmucke Name mehr als die Veranstaltung letztendlich halten konnte. Im Prinzip war man nur zum Buffett geladen, was leider gänzlich unterdimensioniert nicht für so viele Menschen (65 teilnehmende Schiffe) ausgelegt war. Nach einer immensen Wartezeit ist man jedoch trotzdem satt geworden und ließ den Abend im Anschluss im alten Strom mit den anderen Crews ausklingen. Heißes Diskussionsthema war die Frage, ob es nun besser sei, Bornholm links- oder rechtsherum zu runden.

Am Montag war der Start um 13:00 Uhr angesetzt. Die Startlinie befand sich direkt an der Hafeneinfahrt zwischen Mole und grüner Fahrwassertonne. Bei guten SW 4-5 Bft starteten wir unter Halbwind mit angeschlagenem Spinnaker, um diesen recht unmittelbar nach dem Start zu setzen. So nahmen wir mit „raumschots“ Kurs auf die Untiefe Darßer Ort, die wir 30 sm später erreichten. Da wir uns dafür entschieden hatten, Bornholm rechtsherum zu runden, schifteten wir auf den Steuerbord Bug und konnten nun Bornholms Nordspitze anliegen.

Just in diesem Moment briste der Wind auf 6-7 Bft auf und hätte uns fast dazu veranlasst, den Spi zu bergen. Aber mit dem Wissen, dass dies nur eine Bö sein konnte, ließen wir den Spi oben und, wie vermutet, pendelte sich der Wind nach ein paar Minuten auf handige 5-6 Bft ein. Mit diesem Wind bei stetig wachsender Welle schlugen wir uns die Nacht um die Ohren und erreichten um ca. 3:30 Uhr Bornholms Nordspitze. Wegen der Dunkelheit und der doch schon recht heftigen Welle verzichteten wir auf eine eigentlich notwendige Schifte, bargen den Spi und nahmen in Kauf, ca. eine halbe Stunde ohne Spinnaker bei achterlichen Winden unter Genoa die Nordspitze von Bornholm zu runden. Weiter ging es bei halben Wind an der Nordostseite von Bornholm entlang.

Bornholm war gegen 7 Uhr morgens umrundet, so dass wir bei immer noch stehendem SW 5-6 Bft nun auf die lange Kreuz Richtung Kap Arkona (Rügen) gingen. Es sollte eine lange Kreuz werden, die schnell ein erstes seekrankes Opfer forderte. Der Großteil der Crew hielt sich jedoch wacker und so standen wir die Kreuz bis Rügen ohne größere Zwischenfälle durch. Gegen Abend flaute der Wind ab, die Welle wurde weniger und wir konnten nach langer Zeit mal wieder etwas Warmes zu uns nehmen.

Leider backte der Wind immer weiter ab und ließ uns gegen 22:00 Uhr sogar ganz im Stich. So lagen wir 3 sm vor Kap Arkona bis ca. 07:00 Uhr morgens in der Flaute. Die wachfreie Crew nutzte die ruhigen Stunden für ein paar Mützen voll Schlaf, während sich die Wachhabenden nicht immer jugendfreie Geschichten erzählten. Bei aufkeimenden Winden aus Süd setzten wir den Spinnaker, bis sich gegen 10:00 Uhr wieder ein SW mit 3-4 Bft durchsetzte. So nahmen wir die Kreuz der letzten 45 Seemeilen bis Warnemünde auf uns.

Unsere Gruppengegner, die wir bis Kap Arkona hinter uns gelassen und nicht mehr zu Gesicht bekommen hatten, waren durch die Flaute wieder herangekommen, so dass sich mit der „Krabauter“, einer Dubois 37, ein spannender Kampf um das gruppenerste Schiff im Hafen entwickelte.

Gegen 19:00 Uhr kurz vor Warnemünde zog eine Gewitterbö mit 42 Knoten (8-9 Bft) in der Spitze über die mit Genoa I kreuzenden Schiffe herein. Die Krabauter, die ca. 5 Schiffslängen vor uns lag, erwischte es als erste und legte sich hart auf die Seite. In Angst um unsere Genoa leiteten wir ein schnelles Bergemanöver ein und bekamen das Segel auch gerade rechtzeitig runter, bevor Wind und Regen über uns hereinbrachen. Nach kurzer Zeit war das gröbste vorüber, so dass sich die Krabauter mit nach wie vor gesetzten Segeln absetzen konnte. Wir nahmen die Genoa III hoch und nahmen die Verfolgung auf, konnten die Krabauter aber nicht mehr einholen.

So gingen wir gingen wir am Mittwoch gegen 21:15 Uhr durchs Ziel an der Warnemünder Mole und machten dann fix und alle im alten Strom fest.

Das Copyright einiger Bilder liegt bei Rostock Sailing. Dort ist auch ein sehr schöner Rund Bornholm Bericht veröffentlicht.

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