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Herbsttörn LYC vom 02.-06.10.2013

Der diesjährige Herbsttörn der Jugend ging mit 24 Personen, verteilt auf 7 Schiffe, auf die Reise . Es herrschten südöstliche Winde bei herrlichem Sonnenschein, aber kühlen Temperaturen nachts. Wir kreuzten am Mittwochnachmittag mit 5 Schiffen, der „Preussen“ (Hanno Brüggen), “Take Five“ (Axel Junge), „Jona III“ (Jochen Dohse), „MEU“ (Malte Lassen) und „Spökenkieker“ (Knaxy Lassen) bei leichtem Ost nach Offentief mit Ziel Boltenhagen.

In Anbetracht der angesagten 6-7 Windstärken aus südöstlicher Richtung blieb nur, unter dem Schutz der Luvküste von Mecklenburg zu bleiben, zumal die „Selma X“ (Nicoline Oehme) aus Travemünde und „Norden“, eine X 99 mit Jochen Heuer aus Niendorf, erst am Donnerstag früh nachkommen konnten. So entschieden wir uns für Kühlungsborn, einem Anlieger, für alle gut erreichbar. In Kühlungsborn angekommen, genossen wir die Herbstsonne im Cockpit und die vorzüglichen sanitären Anlagen zum Duschen und fanden uns abends, Jung und Alt, auf der Preussen wieder, im Deckshaus, im gemütlichen Salon mit Ofenheizung und im faszinierenden Maschinenraum.

Am Freitag herrschte weiter SO 6, ein Abstecher nach Nystedt verbot sich, da am Samstag schwache südliche Winde vorhergesagt waren und wir deshalb keine weiten Strecken segeln konnten. Fehmarn-Burgtiefe oder Burgstaaken war das logische Ziel. Bei achterlichen Wind und hoher, z.T. sehr kabbeliger See, schaukelten wir, manch einer mit ausgebaumter Fock, die MEU natürlich mit Spinnaker, dem kurzen Ziel entgegen. Auf Spökenkieker riß das morsche Großsegel (wie auch schon auf dem vorherigen Herbsttörn), so geigten wir nur unter kleiner Fock den anderen Yachten hinterher. Ein Wechsel auf ein größeres Vorsegel war auf dem wild schwankenden Vorschiff zu gefährlich.

Im engen Fahrwasser nach Burgstaaken wurde vor uns ein Segler vom Seenotrettungskreuzer geborgen, der, manövrierunfähig durch dichtes Seegras in der Schraube, vom kräftigem Wind auf die Sände getrieben war. Auch Spökenkieker erwischte ein solches dichtes Seegrasfeld, als wir in Burgstaaken unser Großsegel beim Segelmacher zur Reparatur gebracht und auf dem Rückweg nach Burgtiefe plötzlich ohne Fahrt in der Rinne trieben. Wir konnten aber durch mehrfaches Vor- und Zurück die Schraube weitgehend vom Kraut befreien und sicher im Yachthafen Burgtiefe bei den anderen Schiffen längsseits anlegen. Abends traf man sich auf der Svan 53 von Axel mit reichlich Platz für alle Teilnehmer. Um Mitternacht wurde mit Champagner auf den Geburtstag von Maike Oehme angestoßen. Begleitet von Hermann mit seiner Quetschkommode, feierten wir laut singend bis in den frühen Morgen.

Am Samstag wehte nur noch eines zartes Lüftchen aus Süd. Wir kreuzten tapfer bis Dahmeshöved und weiter, bis auf der Höhe von Grömitz der erlösende Funkspruch kam, die Maschine zu Hilfe zu nehmen für den Rest bis Neustadt-Stadthafen. Das traditionelle Abschiedsessen fand beim Griechen am Hafen statt, anschließend genossen wir den traumhaften Abend im Cockpit (es war wieder wärmer geworden), auf manchen Schiffen sollen die Lichter erst am frühen Morgen ausgegangen sein.

Am Sonntag schien die Sonne bei völliger Windstille, wir motorten bis Travemünde und nutzten die Zeit zum Reinschiff und Aufräumen. So fand ein wieder sehr harmonischer Herbsttörn mit vielen Gesprächen und lustigen Feiern sein fröhliches Ende.

Knaxy Lassen

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