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Meu-Sommertörn 2011 - 1. Teil

Da segeln, wo’s schön ist!

„Wir haben wettertechnisch alles Richtig gemacht…“ So, oder so ähnlich könnte das Fazit des ersten Teilabschnittes des diesjährigen Sommertörns treffend lauten. Als die 4 köpfige Crew unter Skipper Jon Ströh am Sonntag des letzten TW-Wochenendes aufbrachen, lag eine windstille und diesige Lübecker Bucht vor der Mole von Travemünde. Nachdem am Abend zuvor das „Meu-Revival-Treffen“ sehr gesellig und erfolgreich zu Ende gegangen ist, konnte am nächsten Tag pünktlich um 12:00 Uhr das Kommando „Leinen los“ gegeben werden.

Vor Gerrit Backmann, Jan-Michel Koß, Christian Bader und Jon Ströh lag eine kurze Segelwoche von 6 Tagen, die es segeltechnisch voll auszunutzen galt. Aufgrund der angekündigten Wetterlagenänderung, die für die geplante Woche östliche Winde versprach, wurde der Ort des Crewwechsels kurzerhand vom geplanten End-Hafen Apenrade nach Ebeltoft verlegt. Die Zieländerung erlaubte der Crew Halbwind- und Raumschotskurse durch den Großen Belt, an Fünen und Samsö vorbei nach Ebeltoft. Bereits nach 15 gesegelten Seemeilen brach der Himmel auf und wir genossen bei Windstille das erste Bad in der Ostsee. Später setzte sich ein leichter Wind durch, der die MEU „wie auf Schienen“ Richtung Heiligenhafen segeln ließ. Die Crew beschloss, dem Treiben der gerade stattfindenden „Heiligenhafener Hafentage“ fernzubleiben, und bevorzugte die Ankerbucht zwischen dem geschützten Graßwarder und dem Fahrwasser. Bei einem schönen Sonnenuntergang und dem Abschlussfeuerwerk der Hafentage über Heiligenhafen, genossen wir das Abendessen im Cockpit fern von Trubel und hektischer Musik.

Nachdem der Wind jedoch aus westlicher Richtung enorm auffrischte, schlug der Ankeralarm in der Nacht um 03:30 Uhr plötzlich an. Nach einer kurzen Zeit realisierten wir, dass wir bereits ein ganzes Stück Richtung Festland getrieben waren. Der Skipper trommelte die Crew in Ölzeug und Schwimmweste an Deck und es folgte ein ruhiges und konzentriertes Anker-auf-Manöver. Anschließend liefen wir durch das unbefeuerte Fahrwasser nach Heiligenhafen. Einzig das gute Richtfeuer diente Als Orientierung. Nachdem die MEU um 04:00 Uhr fest vertäut am Steg lag, verkrochen sich alle in die Kojen, bevor um 10:00 Uhr erneut abgelegt wurde.


Die Meu unter Spinaler auf dem Weg nach Kerteminde

Das Ziel für den zweiten Tag sollte der kleine Fähr- und Sportboothafen Spodsbjerg sein. Bei einem sehr schönen Westwind, lag eine anfängliche Kreuz vor uns. Als der Leuchtturm Flügge steuerbord querab lag, konnte die MEU mit Halbwind Richtung Langeland abdrehen. Gegen Nachmittag schlief der Westwind ein, um nach einer kurzzeitigen Flaute auf Ost zu drehen zu können. Diese Windrichtung sollte sich für die nächste Zeit so halten. Das Barometer stieg und stieg. In Spodsbjerg war es an diesem Montagabend schön ruhig, da die Chartersegler alle bereits am Wochenende den Hafen heimgesucht hatten und der kleine Hafen nun einen besonderen Charme preisgab. Die Mischung aus dänischer Gemütlichkeit und dem dagebotenen Hafenkino sind äußerst angenehm. Aufgrund des Fischreichtums im Großen Belt, wird Spodsbjerg im Sommer oft von deutschen Anglern bevölkert, die in den Abendstunden mit ihren Angelbooten sensationelle Anlegemanöver fahren. Der abendliche „Gang durch die Gemeinde“ führt dann am Kaufmann vorbei zum Ortsschild und zurück zum Hafen. Dänemark halt.

Am nächsten Morgen liefen wir unter dichtem Seenebel aus, um Kurs auf das kleine Städtchen Kerteminde zu nehmen. Nachdem einige Nebelbänke durchgezogen waren, ging es bei sehr schwachem Ostwind Richtung Norden. Nach der Belt-Brücke konnten wir den Spinnaker setzen und liefen dann in Kerteminde ein. Der Graphen des Barometers verhielt sich in den Tagen entgegengesetzt zum DAX an der Frankfurter Börse. Der Luftdruck kannte nur eine Richtung: Steigen und nochmals steigen. Am Abend genossen wir den Badestrand von Kerteminde an einem lauen Sommerabend. Am nächsten Tag liefen wir früh aus dem Hafen Richtung Insel Samsö. Nach einer schönen Kreuz aus der Bucht, setzten wir anschließend den Spi bei bestem Wetter. Gegen Mittag lag die Insel am Eingang zum Kattegat klar voraus. Wir beschlossen, den kleinen Hafen Märup an der Westküste aufzusuchen. Der Wind nahm binnen Stunden enorm zu, sodass wir unter Spi die 10 Knoten locker erreichten. Rechtzeitig bargen wir den Spi und liefen nach Märup. Der Wind hatte zwischenzeitig bis auf Stärke 6-7 Bft aufgefrischt. Bei Ostwind liegt der sehr kleine Hafen Märup besonders geschützt, ist jedoch oft überfüllt. Wir fanden nach einem lehrbuchreifen Anleger, der von vielen durch respekterfüllten Blicken gewürdigt wurde, einen schönen Liegeplatz am Schwimmsteg. Der Wind pustete mittlerweile lautstark durch den Hafen. Wir badeten am Strand und genossen den Abend im windgeschützten Cockpit.

Der Wind kündigte am Morgen durch starke Böen ein Tiefdruckgebiet an, welches bereits über dem englischen Kanal lag und im dortigen Seegebiet bereits Sturmwarnungen verursachte. Das Barometer fiel, die Sonne schien jedoch unbeirrt. Wir beschlossen mit Reff I im Groß und Genua 4 auszulaufen. Bei dem starken Wind genossen wir die Überfahrt und konnten tolle Manöver fahren. Wir verlängerten die Strecke ein wenig, liefen rechtzeitig nach Ebeltoft. Als wir im Yachthafen festmachten, nahm der Wind auf konstante 7 Bft zu. Es kündigte sich bereits eine erste Gewitterfront aus Süd-west an. Kurze Zeit später lief das Ehepaar Lassen mit ihrer SPÖKENKIEKER ebenfalls in Hafen ein. Nach einem Willkommensgetränk im Cockpit der MEU, genossen wir nach dem Abendessen und Rundgang durch Ebeltoft einen geselligen Abend an Bord der SPÖKENKIEKER. Am Freitag putzten wir das Schiff für den Crewwechsel. Lediglich Michel und Jon traten den Heimweg an. Gerrit und Christian blieben an Bord, um mit der nächsten Crew weiter nach Schweden zu segeln. Alle waren sich einig: Der Törn war trotz der Kürze sehr gelungen und so konnten alle auf eine sonnige und entspannte Segelwoche zurückblicken.


Meu-Sommertörn 2011 - 2. Teil

Segeln

Der zweite Sommertörn 2011 führte die Meu vom dänischen Ebeltoft zur schwedischen Westküste und endete im Marstrand (06.08. - 16.08.2011). Die Crew bestand aus Moritz Wiskemann (Skipper), Christian Bader, Gerrit Backmann und Janne Bartsch. Am Freitag, den 5. August, war Crewwechsel in Ebeltoft. Christian und Gerrit, die auch den vorherigen Törn mitgesegelt sind, blieben an Bord und Moritz und Janne stießen mit einem vollgepackten Auto dazu. Nach einem kleinen Spaziergang durch den Hafen ging es früh in die Kojen.

Samstagfrüh ging es los. Bei 2-3 Bft. segelten wir unter Spi Richtung Anholt. Nach einem wunderschönen Segeltag gingen wir auf Anholt noch baden. Von einem Berg aus genossen wir die grandiose Sicht auf den Sonnenuntergang und die Umgebung. Schnell noch gekocht und ab ging es ins Bett. Wegen der Windvorhersage liefen wir Sonntag früh aus und segelten mit Raumschot Kurs und 1,5 m Welle nach Varberg. Endlich in Schweden angekommen, genossen wir die letzten Sonnenstunden beim Grillen zu Gast bei sehr netten Clubmitgliedern. Montag konnten wir etwas länger schlafen, denn der Wind sollte zum Nachmittag schwacher werden. Nach einem kleinen Trip durch die Stadt ging es nachmittags los, Richtung Göteborg. Wir liefen in Lerkil ein, 30 sm südlich von Göteborg. Am Dienstag segelten wir gegen 11 Uhr bei schwachen Winden los, Richtung Mastrand. 3 sm südlich von Mastrand legten wir uns an eine Schäre. Es wurde gebadet, gegrillt und der Sonnenuntergang angeschaut. Am Mittwoch machten einige von uns eine Wandertour über die Schären, am späten Nachmittag frischte der Wind auf und wir verholten nach Mastrand.

Nach einem kurzen Einkauf ging es Donnerstag los, Richtung Smögen. Bei schönem, sonnigen Wetter machten wir an einer Schäre 1 sm südlich von Smögen fest. Wir badeten und zum Abendessen gab es selbst gemachte dänische Hot-Dogs. Freitag ging es dann nach Strömstad. Bei mäßigen Winden hatten wir einen schönen Segeltag und konnte am Ende noch einige Zeit unter Spi laufen. Strömstad war unser diesjähriges nördlichstes Ziel und am Samstag trat Christian vorzeitig die Heimreise an, da er wieder Arbeiten musste. Wir verabschiedeten Christian und gingen noch kurz in die Stadt, besorgten nötige Lebensmittel.

Schaere
Die Meu an einer Schäre bei Smögen

Mittags segelten wir wieder Richtung Süden. Unser Plan, an einer Schäre fest zu machen, ließ sich leider nicht verwirklichen, da sich die Schäre als viel zu klein erwies. Als wir in Smögen einliefen, fing es leider an zu regnen. Erst am nächsten Morgen guckten wir uns die Stadt an und kletterten über die Schären. Mittags liefen wir Richtung Fjällbacka aus, von dem uns einige Tage zuvor Norweger erzählt hatten, dass dessen gewaltige Felsen die Kulisse für Astrid Lindgrens Roman “Ronja Räubertochter seien. Am Montagmorgen ging es zurück nach Mastrand, eine allgemeine Müdigkeit breitete sich aus und wir gingen alle früh schlafen. Der Crewwechsel war für den Nachmittag des 16. August angesetzt. Nach einem kurzen Gang durch Mastrand räumten wir auf und machten die Meu für die nächste Crew klar.

Trotz der kleinen Crew und des fast durchgängig starken Windes hatten wir viel Spaß auf diesem (auch landschaftlich) interessanten Törn.


Meu-Sommertörn 2011 - 3. Teil

RC 44 Cup
Der RC 44 Cup in Marstrand/Schweden

Nach einem frühen Start um 7:30 Uhr machte sich die Crew (Elizabeth Z., Hauke Baumeier, Manuel F., Philipp Rohde, Timo Bremer und Alexander Dummer) des dritten Sommertörns (16.08. bis 26.08.) auf den Weg Richtung Marstrand, wo gerade der RC44 Sweden Cup statt fand. Begeistert von Teilnehmern wie Russell Coutts, Larry Ellison und schnellen Schiffen, nutzten wir den Beginn des ersten Segeltages zur Regattabegleitfahrt, bevor es unter Spi zu einer Schäre in der Nähe von Smögen ging. Bei anhaltendem Sonnenschein haben wir am nächsten Tag während eines 30 sm Trips wenigstens viele Heuler sehen können, wenn auch der Wind immer mehr einschlief. Dieses Manko konnte allerdings durch drei selbst gefangene Makrelen und vier Dorsche ausgeglichen werden, so dass wir abends an der Schäre auch genug Grillgut hatten.

Grilen

Um halb 8 am nächsten Morgen hieß es Leinen los und ab jetzt ging es nach Süden. Unser Ziel Skagen konnten wir leider nur begleitet von Dauerregen und wenig Wind erreichen. Am nächsten Tag stand Anholt auf dem Plan. Unser früher Start um halb sieben hatte sich gelohnt, da gegen Abend der Wind einschlief und wir trotzdem die meisten Meilen bei 5-6 Bft. aus West zurücklegen konnten. Auf Anholt war bereits Nebensaison, so dass alle Yacht längsseits an den Stegen lagen, anstatt mit Heckanker in zweiter Reihe. Hier legten wir einen Hafentag zum Relaxen und Baden ein, bevor es weiter nach Aarhus ging und unter Spi weiter nach Bogense.

Begleitet von Tümmlern durchquerten wir den kleinen Belt und nächtigten auf der Insel Aarö. Weiter ging es nach Kappeln, wo wir die Meu den Teilnehmern der Schifffahrtsregatta übergaben.

Nach über 380sm im Kielwasser können wir auf einen Törn mit überwiegend gutem Wetter und guter kulinarischer Versorgung zurück blicken. Die Tage vergingen wie im Fluge und wir haben alle viel erlebt und Spaß gehabt.

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